Dauerbrenner in Schule und Hort: streiten. brüllen. stressen.

Die gute Nachricht ist: keine ausufernde Brutalität und Gewaltexzesse prägen die sächsischen Klassenzimmer, Pausenhöfe und den Hortalltag. Gleichzeitig berichten viele Pädagogen von vermehrter Unruhe, kleinen und großen Konflikten und (laut)starken Streits, die nerven- und extrem kraftraubend sind.
Sie kennen dies vielleicht: Jeder ist in seiner Sicht gefangen und sucht die Schuld beim Anderen. Weil oft niemand bereit ist, auf den Anderen zuzugehen, können Missverständnisse nicht geklärt werden und die Fronten verhärten sich. Alle Seiten reagieren empfindlich, und beim geringsten Anlass gibt es neuen Streit. Dies betrifft Schüler und Pädagogen aller Schularten in den verschiedensten Formen – ob extremes Ärgern (Bullying), Prügeleien bis hin zu Mobbing.

Dies verdeutlicht ebenfalls die aktuelle Schülerbefragung in Ostsachsen. Hierbei wurden in den Jahren 2013 bis 2015 circa 20.000 Jugendliche ab Klasse 5 aus Gymnasium, Oberschule, Förderschule und berufsbildenden Schulen mit der Methode „Communities That Care (CTC)“ befragt.
Im Landkreis Görlitz wurde deutlich, dass „mit nichtvirtuellem Mobbing etwa jeder vierte Jugendliche bereits Erfahrungen gemacht hat. Den indirekten Varianten sind dabei zumeist Mädchen ausgesetzt. […]. Im Gegensatz dazu werden Jungen öfter Opfer von direktem Mobbing und sind häufiger in Prügeleien verwickelt.“

Wie kann man den nur zu oft vorkommenden Auseinandersetzungen in Schule und Hort begegnen? Welche Maßnahmen, welches Wissen sind/ist dabei hilfreich und sinnvoll um kompetent zu handeln? Wichtig ist, dass als Schüler auch Pädagogen Möglichkeiten bekommen ihre Konflikte konstruktiv und fair zu bearbeiten.

In Sachsen gibt es einige Akteure, die durch vielfältige Methoden, Ansätze und Projekte zum Thema Konfliktbearbeitung unterstützen. Im Portal „Junge Sachsen fit fürs Leben“ finden Sie in den Themenfeldern Gewaltprävention und Soziales Lernen eine Zusammenstellung sächsischer Akteure, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Auch in Lebenskompetenzprogrammen, wie z.B. „Lions Quest – Erwachsen werden für Schüler ab Kl. 5“ stellt das Thema einen zentralen Baustein dar.

Die aktuelle Herbstreihe der Regionalen Zirkel der Servicestelle Gesundheitsförderung widmet sich diesem Dauerbrenner. Mit hilfreichen Inputs und konkreten Handlungsempfehlungen zur Konfliktregulierung werden Gruppenübungen und Methoden ausprobiert, die in der Praxis angewandt werden können. Diese kostenlose Fortbildung richtet sich an Lehrer und Lehrerinnen aller Schularten, Hortpädagogen und Hortpädagoginnen.

Weiterführende Hinweise und Tipps:

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