Schulfach: Gesunde Ernährung?

Gesunde Ernährung als Schulfach? Der bekannte britische Koch Jamie Olivier forderte dies als Antwort auf ungesundes Schulessen und Schlüssel zur notwendigen und zeitgemäßen Ernährungsbildung.

Ob gesunde Ernährung als Schulfach auch in Deutschland ein Thema ist, darüber lässt sich vehement streiten. Die Kultusministerkonferenz (KMK) bestätigt, dass in allen 16 Bundesländern Ernährung Teil der Lehrpläne ist und in verschiedenen Unterrichtsfächern, wie Sachkunde, Hauswirtschaft, Biologie, sowie fachübergreifend und durch verschiedene extracurriculare Maßnahmen aufgegriffen wird. Kritiker verweisen trotz allem auf repräsentative Daten wie z.B. dem 12. Ernährungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE): Kinder und Jugendliche sind zu 15 Prozent übergewichtig, bei über 6 Prozent wird die Fettmasse, die sie mit sich herumtragen, als krankhaft eingestuft.

Das Fehlen von einheitlichen Lehrplänen, die Ausgestaltung der Ernährungsthemen, welche weitgehend vom Engagement der Schule bzw. dem des Lehrers abhängig sind sowie der wenigen zuhause vermittelten Kompetenzen, wie z.B. dem Kochen, werden kritisiert. Was also tun?

Aus vielen bundesweiten Projekten u.a. der Sarah Wiener Stiftung wurde berichtet: „Kinder essen gern gesund, wenn man sie nur lässt.“ Das ist eine gute Begründung für Ernährungs- und Verbraucherbildung in der Schule – die Kinder lernen, dass gesundes Essen schmeckt, dass ausgewogene Ernährung mehr Beweglichkeit, Fitness und Zufriedenheit bedeutet und dass Kochen Spaß macht.

Fest steht, dass in Sachsen Ernährungs- und Verbraucherbildung eines von drei großen Handlungsfelder der Prävention und Gesundheitsförderung ist. Dafür wurde das komplexe Thema Ernährungs- und Verbraucherbildung von der LSJ Sachsen in dem Lernportal „Junge Sachsen geniessen“ aufbereitet. Konzepte, Inhalte und Angebote für Kinder und Jugendliche im Alter von 3 – 18 Jahren lassen sich auf Grundlage gemeinsamer Bildungsziele einordnen. Die Bildungs- und Lernziele berücksichtigen sowohl den sächsischen Bildungsplan als auch die sächsischen Lehrpläne.

Pädagogen können damit die Themen der Ernährungs- und Verbraucherbildung in ihrem Arbeitsbereich passgenau und auf vielerlei Weise integrieren. Zudem haben sie die Möglichkeit auf qualitativ hochwertige Angebote und Materialien zurückzugreifen. So z.B. auf die evaluierten und praxisbewährten Angebote des aid: Der aid-Ernährungsführerschein für Grundschulen oder die SchmExperten – Konzepte zur Ernährungsbildung an weiterführenden Schulen sind nur zwei der Möglichkeiten. Die LSJ Sachsen führt zu diesen Themen auch Fortbildungen und SCHiLF-Angebote durch. Neugierig geworden?

Dann lesen Sie hier weiterführende Hinweise und Tipps:

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