25 Jahre LSJ Sachsen: Servicestelle Inklusionsassistenz

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Unsere Jubiläumsreihe geht weiter: Diesmal richten wir den Blick auf das Arbeitsfeld Schulische Inklusion. Ein wichtiger Baustein ist die Inklusionsassistenz in Sachsen. Mit der Servicestelle Inklusionsassistenz (SIA) begleitet die LSJ Sachsen seit fünf Jahren die beteiligten Akteure fachlich, ermöglicht Austausch und stärkt die Vernetzung.

Inklusionsassistenz in Sachsen: ein wichtiges Unterstützungsangebot

Die Maßnahme „Inklusionsassistent“ wurde 2016 in Sachsen eingeführt und zunächst fünf Jahre als ESF-Fördervorhaben umgesetzt. 2021 erfolgte die Überführung in ein Landesförderprogramm. Zum 1. August 2026 umfasste das Vorhaben 222 Schulen, 60 Projektträger und 253 Inklusionsassistenzen. Sie unterstützen Schülerinnen und Schüler im Schulalltag und tragen dazu bei, individuelle Förderung und Teilhabe zu ermöglichen.

Die wissenschaftliche Begleitung durch die TU Chemnitz verdeutlichte 2021 den Bedarf an kontinuierlicher fachlicher und organisatorischer Unterstützung. Als zentrale Gelingensfaktoren benannte der Bericht insbesondere Austausch, Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Inklusionsassistenzen und weiteren Beteiligten. Zudem empfahl er, spezifische Unterstützungsangebote auszubauen.

Vor diesem Hintergrund wurde 2021 nach Ausschreibung und Zuschlagserteilung durch das SMK die Servicestelle Inklusionsassistenz unter dem Dach der LSJ Sachsen eingerichtet. Sie greift die identifizierten Bedarfe systematisch auf und unterstützt die Weiterentwicklung des Vorhabens.

Die Servicestelle Inklusionsassistenz: Begleiten, vernetzen, weiterentwickeln

Die SIA ist eine zentrale Anlaufstelle für fachliche und organisatorische Fragen rund um die Inklusionsassistenz. Sie bündelt Informationen, fördert den Erfahrungsaustausch und stärkt die Vernetzung zwischen Inklusionsassistenzen, Schulen und Projektträgern.

Dazu bietet sie Fortbildungen, Arbeits- und Netzwerktreffen, fachliche Sprechstunden und Beratungsangebote an. Über die digitale SIA-LernSax-Plattform und zielgruppenspezifische E-Mail-Verteiler stellt sie Informationen und Materialien bereit und informiert über aktuelle Angebote.

So trägt die Servicestelle dazu bei, Unterstützungsstrukturen zu verstetigen, die Qualität der Arbeit der Inklusionsassistenzen zu stärken und inklusive Prozesse an Schulen weiterzuentwickeln. Ergänzend übernimmt sie organisatorisch-verwaltende Aufgaben für das Sächsische Staatsministerium für Kultus.

Die SIA in Zahlen – seit ihrer Einrichtung

Seit 2021 hat die SIA ein vielfältiges Angebot aufgebaut, das sich an den Herausforderungen des Schulalltags orientiert.

  • 193 Angebote: 101 Fortbildungen, 44 Austausch- und Netzwerktreffen, 9 Fall- bzw. Fachberatungen und 40 Sprechstunden
  • 155 virtuelle und 38 Präsenzangebote
  • Rund 4.000 Teilnahmen
  • Mehr als 40 Expertinnen und Experten im Referentenpool
  • 11 Orientierungsseminare „Neu als Inklusionsassistenz“ mit insgesamt 184 Teilnehmenden

Inhaltlich standen besonders häufig Verhaltensauffälligkeiten, Konflikte und Deeskalation im Mittelpunkt. Weitere Schwerpunkte waren Lernstörungen und Entwicklungsbesonderheiten, psychische Gesundheit, individuelle Förderung sowie Kommunikation und Beziehungsgestaltung.

Ein besonderes Angebot ist das Orientierungsseminar „Neu als Inklusionsassistenz“. Es vermittelt Grundlagen, gibt Orientierung für den Arbeitsalltag und bietet Raum für erste Fragen und den Austausch mit anderen.

Digital vernetzt: Wissen teilen und zugänglich machen

Rund 400 Mitglieder aus Schulen, von Projektträgern und aus der Inklusionsassistenz nutzen die SIA-LernSax-Plattform. Ein zentraler Kalender informiert über Fortbildungen, Sprechstunden und Netzwerktreffen. Regelmäßige Mitteilungen halten die Mitglieder über aktuelle Angebote, inklusive Schulprojekte, Wettbewerbe und weitere Themen auf dem Laufenden.

Die digitale Materialsammlung umfasst inzwischen mehr als 400 Dateien – von Fortbildungsunterlagen und Publikationen bis hin zu Erfahrungsberichten und Informationen zum Vorhaben Inklusionsassistenz. Damit erhalten die Beteiligten einen unkomplizierten Zugang zu Wissen und Praxiserfahrungen, die sie für ihre eigene Arbeit nutzen können.

Unser Anspruch als LSJ Sachsen ist es, die Akteure fachlich zu begleiten, miteinander zu vernetzen und in ihrer Arbeit zu stärken. Denn gelingende Inklusion braucht Austausch, gegenseitige Wertschätzung und gemeinsame Verantwortung. Die Servicestelle Inklusionsassistenz schafft dafür wichtige Voraussetzungen – und trägt dazu bei, inklusive Bildung in Sachsen gemeinsam weiterzuentwickeln.

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